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ZenSunDschen: Eindringlichkeit wird durch Bewegung abgelöst

ZenSunGen: Bewegung wird durch Klarheit abgelöst

ZenSunDui: Bewegung und Klarheit führen zu tiefgreifender Heiterkeit

Seit über drei Jahrzehnten fasziniert mich dieses Wort. Seit dieser Zeit hatte ich gerätselt, was sich dahinter verbirgt. Nun habe ich mittlerweile eine Antwort erarbeitet, und praktiziere Zen, in meinem Gen-Stil gelentlich, und über mich darin, mich auch spontan in diesen Zustand zu begeben. Ganz gleich, wo ich gerade bin. Das ist schon eine größere Herausforderung.

Ich habe einige wenige Momente erlebt, in welchen es mir gelang, bei vollem Bewusstsein, emotional ausgeglichen, den Moment wahrzunehmen, ohne ihn festzuhalten. Das waren mitunter die bedeutendsten Momente meines Lebens.

Hier darüber zu schreiben, ist nicht notwendig für mich. Solltest du dich für diese Form der meditativen Wahrnehmung des Lebens interessieren, dann kann es dir als Anreiz oder Wegweiser dienen.

Noch ein Anmerkung zu Gen. Dieser Begriff stammt aus längst vergangenen Zeiten. Er ist dem I Ging entnommen. Er bedeutet Berg – Das Stillehalten. Es geht darum, die Ruhe im Herzen zu erlangen. „Die wahre Ruhe ist die, dass man stillehält, wenn die Zeit gekommen ist, stillezuhalten, und dass man vorangeht, wenn die Zeit gekommen ist, voranzugehen.“

Tatsächlich ist der Begriff Wuwei noch nicht sehr lange in meinem Leben. Das, was er bedeutet, dagegen schon etwas länger. Diese Nicht-Einmischung in die natürlich Ordnung und den Fluss des Lebens, ist die für mich höchste Kunst, das Leben zu leben. Es steht im Gegensatz zum Zen, da dies eine Bewegung ist. Zen (Gen-Stil) ist Stillehalten und Wahrnehmen und Loslassen. Wuwei (Sun-Stil) ist Bewegung, Kontakt, Eindringlichkeit, Erkenntnis, Loslassen.

Der Begriff Sun ist ebenfalls der Sprache aus dem China vor zweieinhalbtausend Jahren entnommen, eben dem I Ging, und bedeutet Der Wind, das Sanfte, das Eindringliche. „Es soll nicht durch Vergewaltigung gewirkt werden, sondern durch ununterbrochene Beeinflussung.“

Hier vertiefe ich die absichtsorientierte Bewegung in ZenSunDschen. Sun, das zu Dschen, der Donner, das Erregende, werden kann. Es gibt an dieser Wandlung von eben Sun zu Dschen eine Gefahr: Man kann den (schädlichen) Einflüssen bis in die geheimsten Winkel nachdringen, aber man hat keine Kraft mehr, sie entscheidend zu bekämpfen.

Als ich die eben beschriebene Bewegung verstanden hatte, entwickelte ich ZenSunGen. Wieder ein Bild aus dem I Ging: Gen, der Berg, das Stillehalten. Genug der Bewegung, Sun wird zu Gen. Tatsächlich ist die Gefahr ähnlich wie zuvor: Wenn der Wind unten am Berg weht, wird er zurückgeworfen und verdirbt die Pflanzen. Daher ist die Wandlung von der Bewegung zum Stillehalten angebracht.

Die nächste Entwicklung im Zenwuwei ist, nach Bewegung und Stillehalten, die Klarheit über das Leben. Diese erreichte ich durch die Praxis von Zen und Wuwei, und hat Dui, der See, die Heiterkeit, zum Ziel …. ZenSunDui. „Wahre Freude beruht also darauf, dass im Inneren Festigkeit und Stärke vorhanden sind, die nach außen hin weich und milde auftreten.“